Book Review: How To Make Sh*t Happen

How To Make Sh*t Happen

Das Buch „How To Make Sh*t Happen“ (frei übersetzt: „Wie man Dinge verwirklicht“) wurde 2018 vom amerikanischen Influencer und Entrepreneur Sean Whalen geschrieben. Im Folgenden möchte ich gerne meinen persönlichen Eindruck des Buchs wiedergeben.

Inhalt

Das Buch „How To Make Sh*t Happen“ ist mit seinen 108 Seiten recht kurz gehalten und damit schnell gelesen. Es ist dem Genre der Selbsthilfe und Motivation zuzuordnen.

Neben der allgemeinen Motivation, sein Leben selbst in den Griff zu nehmen, ist der Kern von Seans Buch vor allem sein eigenes System CORE 4, das dem Lesern helfen soll, sich selbst zu organisieren und Prioritäten zu setzen. Als Grundpfeiler von CORE 4 nennt Sean die folgenden 4 Kategorien, an denen jeder Mann jeden einzelnen Tag arbeiten sollte:

  1. Power
  2. Passion
  3. Purpose
  4. Production

Power – Körper

Ein Bereich an dem jeden Tag gearbeitet werden sollte ist die Kraft. Hier steht natürlich besonders der Körper im Fokus. Sean sieht vor allem Bedarf in der Motivation täglich auch tatsächlich Sport zu treiben und den Körper zu fordern. Er rät, dazu einen Trainier zu engagieren, oder aber sich einen Trainingspartner zu suchen.
Neben dem Sport sieht er die Ernährung als einen weiteren wichtigen Punkt in diesem Bereich. Hier fordert er dazu auf, sich vor allem gesund zu ernähren. Wenn man nicht selbst mit Internetrecherchen das nötige Wissen erlangen kann, schlägt er vor, mit Freunden oder einem Ernhärgunscoach zu sprechen und sich helfen zu lassen.

Passion – Beziehungen

Mit Beziehungen meint Sean nicht nur intime Beziehungen, sonden auch alle anderen Beziehungen, die denkbar sind. Das können auch Familie, Freunde oder Nachbarn sein. Jeden Tag sollte man nach Sean auch in diesen Bereich investieren und seine Beziehungen pflegen.
Für intime Beziehungen soll man sich die meiste Zeit nehmen und täglich zumindest mit einer (Text-)Nachricht zeigen, wie wichtig einem die Person ist. Darüber hinaus soll man natürlich auch noch anderen Maßnahmen wie kleine Liebesbotschaften per Post-Its nutzen, um dem anderen zu zeigen, wie wichtig er einem ist. Auch das verabreden einer wöchentlichen Date Night sieht Sean als einen integraler Bestandteil für die Beziehung.
Darüber hinaus rät er dazu, alle schlechten Beziehungen zu anderen Personen zu überdenken und Ihnen eine Entschuldigung zu schicken, um die Differenzen überwinden zu können.

Purpose – Geist

Als dritte Säule sieht Sean den eigenen Geist, das Bewusstsein. Für alle Dinge, die wir tun, brauchen wir eine wissentliche Entscheidung mit unserem Geist, um überhaupt anzufangen. Daher ist es wichtig, dass man auch hier täglich investiert.
Für Sean stellt eine Morning Routine hier die Basis dar. Man soll sich genau überlegen, was man davon eigentlich will und wie man sie morgens umzusetzen gedenkt. Des Weiteren rät Sean dazu, dass man seinem Geist täglich neuen Input in Form von Lesen gibt. Das sollte am besten auch direkt in die Morning Routine eingebunden werden.
Sean hat zudem einen Mehrwert in Meditation erkannt und rät daher diese Technik zu erlernen. Er stellt dazu ein paar praktische Herangehensweisen bereit, an denen man sich orientieren kann.

Production – Business

Als vierte und letzte Säule führt Sean die „Produktion“ (Anm.: Die sinnvolle Übersetzung des Begriffs „Production“ ist an dieser Stelle tatsächlich schwer.) an. Sein Statement dazu ist vor allem, dass man täglich etwas tun sollte, für das man bezahlt wird bzw. etwas, dass zumindest darauf abzielt.
Sean rät auch an dieser Stelle, sich externe Hilfe zu holen indem man sich coachen lässt. Es soll einem vor allem bewusst sein, dass die Inanspruchnahme eines Coaches keine Schwäche, sondern vielmehr eine Stärke darstellt, da man nie in allen Bereichen perfekt sein kann und es immer jemanden gibt, der besser ist. Darüber hinaus rät er, sich einer „Mastermind-Gruppe“ anzuschließen, um sich in dieser, fokussiert auf die persönliche Entwicklung, verbessern zu können. (In „Mastermind-Gruppen“schließen sich Menschen zusammen, die spezielle Interessen teilen und sich gegenseitig beim eigenen Vorankommen unterstützen wollen. Man kann sie als eine Art Selbsthilfegruppe betrachten. Wobei die Intention hier, im Gegensatz zur Selbsthilfegruppe, eher nicht auf einem schwer zu lösenden Problem beruht, das das eigene Leben negativ beeinflusst und daher dringend gelöst werden sollte. Es ist vielmehr eine Gruppe zur gegenseitigen „Persönlichkeitsentwicklung“.)
Sean rät außerdem dazu, nur das zu tun, was einem auch wirklich Spaß macht. Einen Job zu dem man eher widerwillig geht, sollte man daher so schnell wie möglich loswerden. In der Idealvorstellung bestreitet man seinen Lebensunterhalt also mit dem, was einem sowieso Spaß macht.
Zu guter Letzt rät Sean auch dazu, möglichst viel und intensiv Google zu Rate zu ziehen. Da man mittlerweile fast alles im Internet nachlesen kann, ist es für ihn die absolute Nummer Eins Anlaufstelle, wenn man irgendetwas wissen oder erlernen möchte.

Mein Urteil

Sean Whalen ist in seiner Wortwahl hier und da schon etwas angreifend, wenn nicht gar beleidigend unterwegs. Damit muss man klar kommen. Ich fand das nicht so schlimm, dass es mich hätte abspringen lassen. Sein System CORE 4 halte ich für eine tatsächlich sinnvolle Möglichkeit das Wesentliche im Auge zu behalten und seine Prioritäten für den Tag und darüber hinaus zu setzen.

Er gibt mehrere wertvolle Tipps und Hinweise. Nur weniges davon halte ich für komplett unsinnig. Mal eben einen Personal Trainier oder eine Coach zu engagieren halte ich jedoch für etwas weit gegriffen. Ich denke, dass die wenigsten sich das tatsächlich leisten können und wollen. Aber zumindest den Gedanken, dass es nicht immer nur rausgeschmissenes Geld sein kann, halte ich für hilfreich. Aber auch das Gründen einer „Mastermind-Gruppe“ ist in meinen Augen ein etwas zu kurz gegriffener Ratschlag. Ganz so einfach wie im Buch dargestellt ist das in der Realität dann nämlich doch nicht.

Von einigen kleineren Schwächen abgesehen halte ich das Buch aber dennoch für recht gut gelungen und lesenswert. Mich hat das System CORE 4 tatsächlich überrascht. Ich hatte nicht mit einem so einfachen und gleichzeitig so gut anwendbaren System in diesem Buch gerechnet. Vor allem, da ich Sean schon etwas länger auf Instagram folge und ihn da eher für einen Poser gehalten habe, bin ich tatsächlich positiv überrascht.

Fazit

Die Quintessenz des Buchs, das CORE-4-System, kann tatsächlich eine Bereicherung sein. Der kompakte Umfang des Buchs und der niedrige Preis machen das Lesen lohnenswert. Ich gebe dem Buch daher 4 von 5 möglichen Pfeilen.

Links

How To Make Sh*t Happen auf Amazon (Affilate Link)
Website: Sean Whalen
Instagram: Sean Whalen

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