Memento Mori

memento mori

Memento mori, dieser bekannte Lateinische Ausdruck bedeutet soviel wie „Sei dir deiner Sterblichkeit bewusst“ und war nicht nur im Mittelalter aktuell, sondern ist es auch heute noch. Warum das so ist und was das für dich bedeutet, erkläre ich dir in diesem Artikel.

Memento mori bedeutet vor allem, dass du dir deiner Sterblichkeit bewusst bist. Es soll dich darauf hinweisen, dass der Tod immer gewiss ist. Die Frage ist lediglich, wann es soweit ist.

Das soll jetzt aber nicht zur einer Sentimentalität führen, in der du dich selbst bemitleidest und dich versteckst. Nein, es soll dich vielmehr wach rütteln, dein Leben zu nutzen! Es soll dich daran erinnern, die Dinge zu tun, die dir wichtig sind. Zeit mit den Menschen zu verbringen, die dir wichtig sind. Dinge zu schaffen, die dir wichtig sind. Ein Vermächtnis zu hinterlassen.

Wichtige Dinge in deinem Leben aka Prioritäten

Memento mori soll dich zum Nachdenken anregen. Mach dir Gedanken darüber, was dir selbst wichtig ist, was du gerne tust. Wenn du das gefunden hast, priorisiere es, denn deine Zeit ist begrenzt. Wenn du gerne Sport machst, wandern gehst, Skat spielst oder was auch immer, räume dem einen priorisierten Teil deiner limitierten Zeit ein. Ich weiß, dass das nicht immer einfach ist und das du auch noch viele andere Dinge zu tun hast. Aber mach nicht den Fehler und lasse die Dinge, die dir wichtig sind, so weit schleifen, dass du sie letzten Endes vielleicht ganz aufgibtst. Das wirst du bereuen. Und genau das ist es, was memento mori dir sagen will, wovor es dich bewahren will.

Verbringe Zeit mit deinen Liebsten

Das ist eigentlich eindeutig. Verbringe Zeit mit deiner Familie, mit deinen Freunden, mit Menschen, die dir wichtig sind. Mir ist die Wichtigkeit dieser eigentlich selbstverständlichen Aussage erst wieder bewusst geworden, als mein Großvater aufgrund einer Krebserkrankung ins Krankenhaus gekommen ist. Sofort stellen sich mir die Fragen: Habe ich mich oft genug bei ihm gemeldet? War ich oft genug zu Besuch? Haben ich all das mit ihm zusammen getan, was ich tun wollte? Sicherlich muss ich einige dieser Fragen leider mit einem Nein beantworten. Wann ist es schon genug?

Aber eine solche Situation macht mir wieder bewusst, wie wichtig es doch ist, sich seiner eigenen Sterblichkeit bewusst zu sein. Aber eben nicht nur der eigenen, sondern auch derer aller geliebten Menschen um mich herum. Es ist ja nicht unbedingt alleine das Alter, was hier eine (absehbare) Grenze setzt. Es kann auch jeder Zeit, jeden Tag, etwas Unvorhergesehenes geschehen. Ein tragischer Moment, der das ganze Leben verändern kann.

Mach dir also immer wieder bewusst, dass das Leben endlich ist. Wenn deine Großeltern oder Eltern mal wieder anrufen, nimm dir die Zeit, mit Ihnen zu sprechen. Manchmal bist du vermutlich trotzdem schlecht drauf oder hast viele andere Sachen um die Ohren. Dann mach es kurz, aber nutze die Gelegenheiten. Sei nicht gestresst und genieße den Moment. Verbringe einfach Zeit mit deinen Liebsten, auch wenn der einzelne Moment noch so kurz ist.

Schaffe Dinge, die dir wichtig sind

In diesem Teil geht es um das, was du der Nachwelt hinerlassen möchtest. Klar kannst du dir eine Pyramide als Grabstätte errichten lassen. Diejenigen, die das getan haben, sind auch nach Jahrtausenden bekannt und ihre Denkmäler von weitem sichtbar. Aber das meine ich nicht. Ich denke da vielmehr an das direkte Erbe, dass du an deine Nachkommen weitergeben kannst. Das kann die Firma sein, die du aufgebaut oder weitergeführt hast. Aber auch die Familientradition, die du eingeführt hast, es kann eine Sache sein, die du für deine Nachwelt erschaffen hast. Es gibt unzählige Möglichkeiten, Vorstellungen und Ausprägungen. Wenn du etwas hast, dass du erschaffen willst, dann tu es. Verschiebe es nicht auf morgen, sondern starte am besten gleich heute. Umso früher du heute anfängst, desto weiter bist du schon morgen.

Hinterlasse ein Vermächtnis

Wenn du schon morgen sterben solltest, was ist dann dein Vermächtnis? Wie werden deine Familie, Freunde, Nachbarn, Kollegen über dich sprechen? Wie werden sie sich an dich erinnern? Haben sie den Blick auf dich und dein Leben, den du dir selbst wünschst? Lebst du das Leben, das du leben willst?

Mit deinem Vermächtnis meine ich vor allem den Eindruck, den du an jedem einzelnen Tag bei denen hinterlässt, mit denen du zu tun hast. Dich zu verwirklichen und das zu tun, was du dir unter einem erfüllten Leben vorstellst. Sicher hast du noch nicht alles erreicht und noch viele offene Baustellen. Aber das ist normal und auch gut so. Nur wer sich stetig weiter entwickelt, lebt auch wirklich. Also arbeite stets an deiner eigenen Vorstellung von deinem Leben und arbeite jeden einzelnen Tag daran, dich deiner Idealvorstellung zu nähern. So lebst du dein Leben, nutzt den Tag und hinterlässt ein Vermächtnis.

Memento mori!

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