Keine Ausreden mehr!

Keine Ausreden mehr

Mir fällt in der heutigen Zeit immer mehr auf, dass sich alle Leuten Ausreden für alles und jeden zurecht legen. Das ist in vielen Situationen nicht nur unnötig und falsch, sondern es geht auch Unbeteiligten gerne auf die Nerven. Was dahinter steckt und was du persönlich gegen diese Ausreden tun kannst (bzw. welche du dringend vermeiden solltest) erfährst du in diesem Post.
Wenn es mit dem Nachwuchs nicht klappt, sind der Kindergarten oder die Schule schuld. Wenn es im Job blöd läuft, ist natürlich der Chef schuld. Wenn man es nicht schafft, sich gesund zu ernähren, ist die Lebensmittelindustrie schuld, weil sie ja so verführererische aber ungesunde Lebensmittel anbietet. Aber das ist nicht so. Das ist Schwachsinn und du weißt das. Wer hier wirklich schuld ist, das bist einzig und allein du selbst. Du bist verantwortlich für die Erzeihung deiner Kinder! Du bist verantwortlich für das, was du bei der Arbeit schaffst oder nicht schaffst! Du bist verantwortlich dafür was du kaufst und isst! Für all diese Dinge ist niemand außer dir selbst verantwortlich. Niemand zwingt dich zu irgendetwas.

Natürlich gibt es auch äußere Faktoren, auf die du wenig oder gar keinen Einfluss hast, die dich und dein Leben beeinflussen. Aber glaube mir, dass trifft nur auf ganz wenige Dinge in deinem Leben zu. Bei fast allem hast du deutlich mehr Einfluss, als du vielleicht meinst zu haben. Es gibt fast immer eine alternative Möglichkeit, die du selbst suchen und angehen kannst. Es liegt in deiner Hand! Schließe dich nicht den allgegewärtigen Ausreden an und nimm dein Leben selbst in die Hand. Du selbst kannst dein Leben so gestalten, wie du es willst und das tun, was dich weiter bringt. Du bist kein Zuschauer, der keinen Möglichkeiten zum Eingreifen hat. Sei dir immer dessen bewusst und nimm dein Leben selbst in die Hand!

Du solltest dich in jeder Situation, in der es nicht so läuft wie du dir das gedacht hast fragen, wie deine eigenen Möglichkeiten sind, das Ganze in Zukunft anders und besser zu gestalten. Ich habe im Folgenden ein paar typische Ausreden gesammelt, die wir immer wieder gerne vorschieben, die aber in der Regel nur das sind, als was ich sie schon bezeichnet habe: Ausreden!

Vergangenheit

Gerne wird die eigene oder auch die kollektive Vergangenheit als Ausrede benutzt.
„Mir wurde das ja als Kind nicht beigebracht.“
„Das wurde schon immer so gemacht.“
„Ich hatte eine so schwere Kindheit.“
Wie auch immer die konkrete Ausrede aussieht, in der absoluten Mehrheit der Fälle ist es immer nur eine Ausrede. In wenigen Fällen gibt es vielleicht wirklich eine Traumatisierung in der Kindheit oder Ähnliches. Das ist natürlich nochmal etwas anderes. Das soll an dieser Stellle aer nicht das Thema sein und es ist auch in mehr als 99% der Fälle nicht das eigentliche Problem.
Erkenne deine eigenen Ausreden und mache dir bewusst, dass du die Vergangenheit nicht mehr ändern können wirst. Was zählt ist das Hier und Jetzt und es wird dich keinen einzigen Schritt weiterbringen, deine eigenen Unzulänglichkeiten auf die Vergangenheit zu schieden und weiterhin nichts zu tun. Nimm dein Leben also in die Hand und handle im Hier und Jetzt!

Angst

Angst ist ein natürlich Gefühl, das dich vor allem vor Gefahren warnen soll. Im ursprünglichen Kontext ist Angst somit eine sinnvoller Schutzmechanismus, um das eigene Leben zu schützen. Die Angst, die ich im Zusammenhang mit diesem Artikel meine, ist jedoch eine andere. Ich rede von der Angst, sich anderen erklären zu müssen. Das kennst du sicherlich. Wenn du etwas tust oder nicht tust, wenn du eine Aufgabe erledigt bekommst oder auch nicht, gibt es immer diese „Anderen“ die genau auf alles achten, was tu tust und die dich immer möglichst schlecht bewerten und verurteilen wollen. Aber lass dir gesagt sein, dass dem nicht so ist! Den meisten Leuten ist völlig egal, was du tust. Also löse dich auch von dieser Ausrede und ziehe dein Ding durch. Tu, was du tun musst und willst.

Stolz

Bei vielen Männer ist (falscher) Stolz ebenfalls eine beliebte Ausrede. Wir Männer tendieren dazu anzunehmen, dass anderen von uns  erwarten, dass wir immer alles können und wissen. Zu stolz, uns selbst einen Fehler einzugestehen, rennen wir lieber ins offene Messer, als Hilfe bei anderen zu suchen. Das verrückte daran ist, dass wir als Menschen nicht alleine, sondern nur in der Gruppe dazu in der Lage sind, wirklich Großes zu leisten. Zusammenarbeit und gegenseitige Hilfe sind also genau das, was unsere Stärke als Menschen und als Gesellschaft ausmacht. Die Starken helfen den Schwachen. Verschiedene Menschen spezialisieren sich in unterschiedlichen Gebieten und helfen anderen in genau diesen Gebieten. Bei anderen Dingen wiederum lassen sie sich von anderen helfen, die in genau diesen Dingen spezialisiert sind. Das ist völlig normal und sogar hilfreich. Spring also über deinen Schatten und lasse (falschen) Stolz keine Ausrede mehr sein. Nach Hilfe zu fragen ist keine Schwäche, sondern, im Gegenteil, sogar eine Stärke. Nur wer sich traut nach Hilfe zu fragen, wird sich auch weiterentwickeln und besser werden können.

Vergleiche

Als letzte beliebte Ausrede habe ich noch das ständige Vergleichen ausgemacht. Du tust es. Ich tue es. Wir alle tun es. Wir vergleichen uns ständig mit anderen. Im Gym gucken wir, wieviel die anderen so drücken. Im Straßenverkehr wird geschaut, wer das dickste Auto fährt. In der Schule vergleichen wir, wer das tollste und neuste Smartphone hat. Davon kann sich nicht wirklich jemand freisprechen.
Wir schauen vor allem gerne auf diejenigen, die vornehmlich mehr erreicht haben, als wir selbst. Die vielleicht (schon) dort sind, wo wir selbst hin wollen. Das sind diejenigen, die Geld haben. Diejenigen, die Einfluss haben. Dejenigen, die beliebt sind.
Um so zu werden wie unsere Vorbilder meinen wir, dass wir es auch auf die gleiche Art und Weise tun müssen, wie sie zu dem gekommen sind, was sie nun sind. Das führt dann schnell dazu, dass wir eine super Ausrede parat haben. Denn du bist ja nunmal du selbst und nicht jemand anderes. Schnell wir vorgeschoben, dass das vermeintliche Vorbild ja ganz anderen Voraussetzungen hatte. Das hat man selbst nicht, also kann man auch nicht das gleiche erreichen. Eine super Ausrede, aber eben leider nicht wahr. Du musst deinen eigenen Weg finden, um das zu erreichen, was tu willst. Einfach den Weg eines anderen 1 zu 1 zu kopieren, wird nicht funktionieren. Nutze andere gerne als Inspiration aber vergleiche dich nicht mit ihnen. Das wird dir nicht helfen und dir nur die Vorlage für weitere Ausreden bieten.

Schlussworte

Wie du siehst, kannst du immer und überall Ausreden für alle nur denkbaren Unzulänglichkeiten finden und vorschieben. Mein persönlicher Eindruck ist sogar, dass das in unsere Gesellschaft immer mehr passiert. Alles muss geregelt werden und niemand soll noch selbst nachdenken müssen. So kommt es mir in der gesellschaftlichen Diskussion immer wieder vor. Eigenverantwortung? Fehlanzeige!
Ich bin aber der Meinung, dass wir diesen Trend umkehren müssen. Weg von einer zentralen Regulierung für alles im Leben und hin zu mehr Eigenverantwortung. Wir alle sind selbstständige, denkende und intelligente Wesen. Es sollte uns ein Bedürfnis sein, für uns selbst zu entscheiden, unsere Leben in die Hand zu nehmen und Ausreden aus unserem Leben zu eliminieren. Das funktioniert aber nur dann, wenn wir stetig daran arbeiten und die immer wieder aufkommenden Ausreden entlarven und uns darüber hinweg setzen. Nur dann können wir zu dem werden, was wir sein wollen.

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