Grenze

Definiere deine Grenzen!

Um nicht nur vom Umfeld und von allen anderen getrieben zu werden, ist es wichtig, dass du dir selbst und vor allem auch anderen Leuten Grenzen setzt. Diese Grenzen sind heilig und sollten immer eingehalten werden. Letztlich führt das zu mehr Freiheit für dich selbst. Wie du richtig Grenzen setzt und was da besonders wichtig ist, erfährt du im folgenden.

Zunächst ist es wichtig, dass du dir über deine Ziele im Klaren bist. Was genau willst du? Was ist dir wichtig? Dir diese Gedanken zu machen und das Richtige und Wichtige für dich selbst, und nur für dich selbst, zu finden, ist der entscheidende Kernpunkt. Und das gilt nicht nur für das Setzen von Grenzen, worum es in diesem Artikel geht, sondern im Grunde genommen für alles, was du in deinem Leben erreichen willst.
Wie könnte so ein Ziel aussehen? Du könntest beispielsweise feststellen, dass es eines deiner wichtigsten Ziele ist, Zeit mit deiner Familie zu verbringen. Eine andere Möglichkeit wäre, dass du unbedingt noch einen Studienabschluss in einem bestimmten Fach haben willst. Wie auch immer, du musst für dich selbst definieren, was dir besonders wichtig ist und was du erreichen willst: Deine Ziele.

Wenn du nun ein Ziel definiert hast, geht es darum Grenzen abzustecken. Was ist nötig, um dein Ziel zu erreichen? Ist deine Ziel die Zeit mit deiner Familie, musst du nun festlegen, wo du eine Grenze am sinnvollsten ziehen kannst. Das könnte sein, dass du deine gesamten Wochenenden und die Zeit nach 18:00 Uhr an jedem Wochentag als Familienzeit definiertst. Das bedeutet, dass in dieser Zeit deine absolute Priorität bei deiner Familie ist. Nicht nur wenn es gerade passt oder alles andere stimmt, sondern grundsätzlich. Alles andere wird in dieser Zeit depriorisiert. Für das Beispiel mit dem Studienabschluss könntest du dir vornehmen, jeden Abend ab 20:00 Uhr eine oder zwei Stunden für dein Studium zu blockieren. Auch hier gilt: Das Studium hat in dieser Zeit absolute Priorität. Wenn deine Eltern anrufen, kannst du auch noch später zurückrufen.

Um die von dir gesetzten Grenzen auch einzuhalten, brauchst du noch zwei weitere Dinge: Disziplin und die Fähigkeit „Nein“ zu sagen.
Disziplin erklärt sich gewisser Maßen von selbst. Wenn du deine selbst gesetzten Grenzen immer wieder selbst untergräbst, kommst du nicht zu deinem Ziel. Sei diszipliniert und nimmt deine Grenzen ernst. Falls du immer und immer wieder Probleme damit haben solltest, hast du dir vielleicht auch nicht die richtigen Ziele gesetzt und du solltest an dieser Stelle nochmal ansetzen. Wenn du aber die richtigen Ziele gesetzte hast und sie auch wirklich erreichen willst, dann kannst du sie mit der richtigen Prise Disziplin auch erreichen.

Ein wichtiger Bestandteil dabei ist aber auch die Fähigkeit „Nein“ zu sagen. Das ist sogar essentiell! In meinem Beispiel mit der Familienzeit wird das sehr deutlich. Wenn du eine Grenze bei 18:00 Uhr gesetzt hast, dann musst du auch dafür sorgen, dass diese eingehalten wird. Was du nicht mit Disziplin steuern kannst, weil es von außen fremdbestimmt ist, kannst du aber mit dem Wort „Nein“ steuern. Ein Kollege oder ein Kunde möchte einen Termin nach 18:00 Uhr haben? Nein! Am Wochenende noch schnell ein Stündchen oder zwei an der Präsentation arbeiten? Nein! Das mag zwar hart klingen, ist aber die einzoge Möglichkeit für dich, klare Grenzen zu setzen. Sicherlich gibt es auch mal extreme Ausnahmen. Aber die müssen ihrem Namen auch gerecht werden und tatsächlich (seltene) Außnahmen bleiben. Du hast nach 18:00 Uhr einen anderen Termin und damit eben einfach keine Zeit. Punkt.

Es kann darüber hinaus durchaus auch hilfreich sein, ganz klar zu kommunizieren, was du anderes vor hast. Nämlich dass du eine Familie hast und die Zeit deiner Familie gehört. Mir ist es zumindest noch nie passiert, dass es mir jemand krumm genommen hätte. In Gegenteil höre ich eher, dass das natürlich wichtig ist und man dies nachvollziehen kann. Manchmal schwingt sogar ein wenig „Bewunderung“ aufgrund der strikten Einhaltung dieser Grenze mit.

Zusätzlich zur verbalen Kommunikation kann ich auch empfehlen, deinen Kalender entsprechend zu pflegen. In der Firma, in der ich arbeite, gibt es ein zentrales Kalendersystem in dem jeder sehen kann, welche Zeiten ich geblockt habe und welche Zeiten bei mir frei sind. Ich trage hier grundsätzlich auch immer wichtige private Termine ein, die genau unter diese Kategorie der Grenzen fallen. Termine mit der Familie oder auch vom Round Table werden einfach priorisiert und meine Arbeitskollegen müssen sich dann eben daran halten. So einfach ist das.

Wie du siehst, ist es eigentlich relativ einfach, Grenzen zu ziehen und diese auch einzuhalten. Überlege dir, was wichtig für dich ist und definiere deine Ziele. Setze dann die nötigen Grenzen, um diese Ziele auch erreichen zu können und arbeite mit der richtigen Disziplin daran, diese Ziele zu verfolgen. Scheue nicht davor zurück, andere abzuweisen und kommuniziere, wo immer möglich und nötig, warum du so handelst, wie du es tust.
Hälst du dich an diese Tipps, wirst du ein paar sinnvolle und hilfreiche Grenzen in deinem Leben etablieren können. Durch die strikten Grenzen ist es dir möglich, dich (zur richtigen Zeit) auf das zu fokussieren, was dir wichtig ist, und dich deinen Zielen näher zu bringen. Das führt letzten Endes zu mehr Freiheit für dich, weil du dir die Zeit für das, was dir wichtig ist, einfach nimmst.

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