Get-Home-Bag

Einen Get-Home-Bag zusammenstellen

Wenn es zu einer Notfallsituation kommt und du nicht zu Hause bist, dann willst du nur eins: Zurück nach Hause zu deiner Familie. Das kann unter Umständen aber schwer werden. Um bestens vorbereitet zu sein, solltest du immer einen Get-Home-Bag dabei haben. Was das ist und was dort alles rein gehört, erfährst du in folgendem Beitrag.

Was ist ein Get-Home-Bag?

Als Get-Home-Bag bezeichnet man einen Rucksack, der alles nötige enthält, um es dir in einem Katastrophenszenario zu ermöglichen, wieder nach Hause zu kommen. Du solltest ihn natürlich immer dabei haben, um ihn im Falle des Falles auch nutzen zu können. Wenn du in eine solche Situation gerätst, kann er unglaublich nützlich sein. Wenn du die normale Infrastruktur nicht nutzen kannst, aber einige Kilometer von zuhause entfernt bist, hast du so alles dabei, um diese Strecke zu Fuß meistern zu können.
Es handelt sich hier natürlich nicht um eine vollständige Überlebensausrüstung. Der Get-Home-Bag soll wirklich nur dazu dienen, wieder nach Hause zu kommen und das möglichst innerhalb der nächsten 24 Stunden. Dafür muss er auch nicht groß sein.

Anwendungsszenarien

Es kann schnell zu einem Szenario kommen, in dem dir ein Get-Home-Bag hilfreich sein kann. Klar sind die meisten nicht besonders wahrscheinlich und vielleicht wirst du den Get-Home-Bag auch niemals benötigen. Falls aber doch etwas passieren sollte, bist du damit auf der sicheren Seite.
Hier nur eine kleine Auswahl, was passieren könnte:
– (überregionaler) Stromausfall
– Flut
– Sturm
– Tsunamis
– Kriegerische Handlungen
– Terroranschlag
– Zombieapokalypse

Was muss ich einpacken?

1. Wasser in einer Metallflasche

Etwas Wasser sollte klar sein. Die Metallflasche gibt die darüber hinaus die Möglichkeit, gefundenes Wasser bei Bedarf abzukochen.

2. Haltbares und sofort verzehrbares Essen

Energieriegel oder ähnliches sind hier sinnvoll. Am besten etwas ohne Schokolade, damit es im Sommer nicht schmilzt.

3. Regenponcho

Wenn es wirklich doll regnet und dazu noch kalt ist, ist es essentiell, dass du möglichst trocken bleibst aber trotzdem weiter voran kommst. Ein Regenponcho ist dazu ideal.

4. Plane

Eine kleine und leichte Plane kannst du als Unterlage oder auch als improvisiertes Zelt benutzen.

5. Schnur

Eine Schnur kann niemals schaden. Am besten etwas festeres, aber leichtes. Die Schnur ist zum Beispiel hilfreich beim Bau eines improvisierten Zeltes.

6. Wanderschuhe

Du solltest immer ordentliche und geländegängige Schuhe dabei haben. Diese schützen besser vor Nässe aber auch Verletzungen. Wenn du durch die Landschaft gehen musst, brauchst du unbedingt gute und geeignete Schuhe. Denke auch an ein gutes Paar Wandersocken.

7. Handschuhe

Habe am besten immer ein paar Handschuhe dabei, falls du etwas aus dem Weg räumen oder ähnliches machen musst. Du könntest dich ohne Handschuhe sonst schnell verletzen.

8. Mütze oder Hut

Eine Mütze oder ein Hut sind nicht nur im Winter sinnvoll, um dich vor der Kälte zu schützen. Auch im Sommer, wenn die Sonne brennt, helfen sie, dich vor einem Sonnenstich zu schützen.

9. Etwas zum Feuermachen

Für den Fall der Fälle solltest du unbedingt etwas zum Feuermachen dabei haben. Es reichen schon einfache Feuerzeuge aus dem Supermarkt. Pack dir auch noch einen guten Zunder ein.  Neben professionellen Produkten reichen auch ein paar Tampons. Die kannst du, wenn du sie brauchst, einfach auseinanderziehen. Die brennen wirklich gut und schnell!

10. Messer

Klar, ein gutes Messer sollte natürlich auch nicht fehlen. Damit kannst du nicht nur Holz bearbeiten oder etwas abschneiden, sondern es im Notfall auch zur Selbstverteidigung einsetzen.

11. Multitool

Neben dem obligatorischen Messer ist es gut, noch ein paar andere Werkzeuge dabei zu haben. Ein Multitool (Leatherman) ist dabei die beste Wahl. Du hast gleich mehrere Tools in einer kompakten und transportablen Form dabei.

12. Stirnlampe

Wenn es dunkel wird, ist eine Stirnlampe das Mittel der Wahl. Sieht zwar etwas merkwürdig aus, ist aber unglaublich praktisch. Sie leuchtet immer genau da hin, wo du auch hinschaust. Und du hast dabei auch noch beide Hände frei. Dank LED-Technologie halten auch die Batterien ausreichend lange durch.

13. Erste-Hilfe-Set

Um Verletzungen behandeln zu können, solltest du ein kleines Erste-Hilfe-Set dabei haben. Die gibt es in kompakter Größe schon für kleines Geld. Dazu solltest du aber auch noch ein paar Medikamente mitnehmen, die nützlich sein könnten: (Kopf-)Schmerztabletten, Antazida (gegen Sodbrennen), Antiemetika (gegen Übelkeit) und ähnliches.

14. Hygiene-Kit

Ein paar Sachen für die persönliche Hygiene solltest du auch dabei haben. Neben Zahnbürste und -pasta solltest du auf jeden Fall auch an Seife denken. Auch eine Sonnencreme ist auf jeden Fall sinnvoll. Ein kleines Handtuch und etwas Toilettenpapier solltest du ebenfalls einpacken. Ein paar Feuchttücher und/oder ein kleines Desinfektionsspray vervollständigen dein Hygiene-Kit.

15. Notfalldecke

Eine Notfalldecke aus einem alten KFZ-Verbandskasten ist sehr leicht und und günstig zu haben. Sie kann dich warm halten aber im Notfall auch als Unterlage, Plane oder auch als Regenponcho genutzt werden.

16. Atemmaske

Wenn es in einer Notsituation plötzlich sehr staubig oder sandig wird (z. B. wenn Gebäude einstürzen), ist eine Atemmaske wesentlich besser, als wenn du dir nur ein Tuch vor den Mund hältst. Solche Atemmasken bekommst du z. B. im Baumarkt.

17. Karte

Zumindest für die Regionen, in denen du regelmäßig unterwegs bist, solltest du immer eine Karte in Papierform dabei haben. Wer weiß, ob GPS und Co. noch funktionieren oder ob dein Smartphone überhaupt noch Akku hat. Die Karte funktioniert auf jeden Fall auch so. Achte aber darauf, dass der Maßstab auch sinnvoll nutzbar ist. Als Richtwert gilt, dass er mindestens 1:25000 betragen sollte.

18. Kompass

Um deine Karte im Notfall auch wirklich sinnvoll nutzen zu können, solltest du auch einen Kompass dabei haben. Achte darauf, dass der Kompass nicht nur schick aussieht, sondern auch funktionell ist. Ein transparentes Gehäuse sieht zwar weniger schick aus, hilft bei der Navigation mit Karte aber deutlich. Denke auch daran, den Umgang mit Kompass und Karte regelmäßig zu üben. Wenn du in die Situation kommst und nicht mehr weißt, was du tun musst, um adäquat zu navigieren, kann es auch hilfreich sein, wenn du dir als Gedankenstütze eine kleine Anleitung schreibst und beilegst.

19. Bargeld

Auch Bargeld kann ggf. nützlich werden. Packe dir immer etwas in kleinen Scheinen und evtl. Münzen ein. Es sollte aber nicht alles an einem Ort zusammen liegen. Teile das Geld auf mehrere Taschen auf. So kommst du, wenn du es brauchst, nicht in die Situation einem Fremden deine gesamten Reserven zu zeigen.

20. Papier und Stift

Etwas notieren oder Nachrichten hinterlassen zu können kann immer hilfreich sein. Es gibt auch Papier-Stift-Kombinationen, die wasserfest sind und sich auch im Regen beschreiben lassen. Bevorzuge nach Möglichkeit diese Variante gegenüber der klassischen.

21. Notfallradio

In einer echten Notfallsituation werden Nachrichten vermutlich über Funk ausgestrahlt. Die neusten Informationen zur aktuellen Situation wirst du über ein Radio bekommen. Es gibt Notfallradios, die per Handkurbel aufladbar sind. Es gibt sie auch mit einem USB-Port, sodass du ggf. auch dein leeres Smartphone darüber laden kannst.

22. Spiegel und Pfeife

Um in einer Notsituation auf dich aufmerksam machen zu können, solltest du immer auch einen kleinen Spiegel und deine (Triller-)Pfeife dabei haben.

Fazit

Wie du siehst, gibt es doch so einige nützliche kleine Gegenstände, die du in einer Notsituation dabei haben solltest, um bestmöglich vorbereitet zu sein. Die Sachen sind schnell besorgt und im Fall der Fälle extrem hilfreich. Wenn du mit dem Auto unterwegs bist, ist es eigentlich kein Problem, den kleinen Rucksack einfach im Kofferraum dabei zu haben. Wer weiß, wann du ihn vielleicht mal brauchst.

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