Putzplan

Einen Putzplan etablieren

Gerade jungen Männern, die vielleicht erst kürzlich zuhause ausgezogen sind und endlich ihr erstes eigenes Reich haben, fällt es oft schwer, eben dieses neue Reich auch sauber zu halten. Das gilt natürlich nicht für alles und jeden, kommt aber doch relativ häufig vor. Auch mir ging es so, nachdem ich bei meinen Eltern ausgezogen war und meine erste eigene Wohnung hatte. Ich hatte einfach noch keinen Putzplan.

Das ist am Anfang auch ganz okay und in Ordnung. Aber auf Dauer wirst du damit vermutlich nicht glücklich. Was ist, wenn du mal spontan Besuch bekommst und bei dir sieht es aus, als hätten 1000 Bomben eingeschlagen? Definitiv unangenehm. Oder was, wenn die nette Frau, die du neulich kennengelernt hast, vorbei kommen will? Wäre es da nicht besser, du könntest dich von deiner besten Seite zeigen und ihr eine Atmosphäre bieten, in der sie sich auch wohl fühlt? Definitiv!
Es ist gar nicht so schwer, die eigenen vier Wände in Ordnung zu halten. Wenn du dich regelmäßig engagierst, brauchst du auch nicht stundenlang mit Putzen beschäftigt sein. Ein bisschen Planung und natürlich auch das Einhalten deines Plans helfen dir, schnell und effizient Ordnung zu schaffen.

Die Herangehensweise

Viele neigen dazu, die Hausarbeit mehrere Wochen aufzuschieben, bis sie es wirklich nicht mehr aushalten. Dann gibt es nur noch die Möglichkeit, einen ganzen Samstag zu opfern, um alles wieder halbwegs ins Lot zu bekommen. Im schlimmsten Fall wirkt die aufgestaute Arbeit sogar so abschreckend, dass die Motivation überhaupt anzufangen auch nicht mehr da ist. Statt ein Mal einen riesigen Berg (Haus-)Arbeit vor dir zu haben, hilft es, wenn du die notwendigen Arbeiten in tägliche und wöchentlich Arbeiten aufteilst. Dazu gibt es aber auch noch monatliche und unregelmäßig anfallende Arbeiten, die du außerdem auf dem Schirm haben solltest. Zur Routine selbst zählen die aber nur bedingt.

Tägliche Erledigungen

Die täglich zu erledigenden Arbeiten machst du am besten kurz morgens und abends. Jeweils maximal eine Viertelstunde ist hier vermutlich ausreichend. Folge Arbeiten solltest du auf dem Schirm haben:

Morgens:

– Dein Bett machen.
– Die Dusche trocken machen und ggf. noch kurz mit einem Reinigungsmittel behandeln (die ist ja sowieso schon nass und du musst sowieso etwas tun).
– Das Waschbecken und den Wasserhahn kurz abwischen, nachdem du im Bad fertig bist. Das hält und funktioniert nicht ewig, sieht aber deutlich besser aus, als die sonst bleibenden Wasserflecken.
– Ggf. die Spülmaschine ausräumen, wenn du sie über Nacht an hattest.

Abends:

– Abwaschen und anschließend kurz die Arbeitsflächen in der Küche und den Esstisch abwischen.
– Ggf. die Spülmaschine befüllen und einschalten.
– Staubsaugen von besonders dreckigen Flächen. Bei uns ist das z. B. der Flur. Gerade im Winter bringt man immer etwas Dreck mit rein. Kurz den Sauger geholt sorgt man auch dafür, dass sich der Dreck nicht in der restlichen Wohnung verteilt.
– Kurz herumliegende Sache wegräumen. Das kannst du am besten kurz vor dem Zubettgehen machen.

Wöchentliche Erledigungen

Zusätzlich zu deinen täglichen Arbeiten gibt es Dinge, die du wöchentlich erledigen solltest. Um auch hier den Workload möglichst gering zu halten, solltest du nicht alle wöchentlichen Arbeiten an einem Freitag oder Samstag erledigen. Teile dir die Aufgaben auf die einzelnen Wochentage auf und mache immer nur ein bisschen. Je nach Aufgabe sollte das auf keinen Fall länger als 30 Minuten dauern. Das könnte z. B. wie folgt aussehen:
Montag: Staubwischen im EG
Dienstag: Staubwischen im OG
Mittwoch: Staubsaugen und Böden wischen
Donnerstag: Bad/Bäder sauber machen
Freitag: Wäsche waschen und bügeln
Samstag: Betten neu beziehen, Blumen gießen
Sonntag: Mal nichts tun 😉
Das solltest du natürlich an deine persönlichen Gegebenheiten und Notwendigkeiten anpassen. Falls ein Tag z. B. komplett weg fällt, weil du andere Verpflichtungen hast, müsstest du die Parts des Tages auf die anderen aufteilen. Der springende Punkt ist aber, nicht alles auf einmal zu machen, sondern die Aufgaben über die Woche zu verteilen. Wenn du das gar nicht magst, kannst du aber auch statt auf 6 Tage aufzuteilen, auch auf 3 Tage aufteilen, also z. B. nur jeden zweiten Tag die wöchentlich Aufgaben erledigen. Das bleibst natürlich dir überlassen.

Monatliche und unregelmäßige Aufgaben (außerhalb der Routine)

Darüber hinaus gibt es noch Aufgaben, die weniger häufig anfallen, die aber trotzdem dazu gehören und erledigt werden müssen. Dafür solltest du auch, wenn möglich, regelmäßig Zeit einplanen. Bei mir sind das folgende Dinge:
– Fenster putzen. Das sollte mindestens zwei Mal im Jahr gemacht werden. Denke auch an die Rahmen!
– Schuhe putzen. Mach das am besten regelmäßig. Gerade hochwertige Schuhe werden es dir danken. Du kannst dich dabei auch an meiner Schuhpflegeroutine orientieren.
– Rasen mähen. Gut, monatlich ist im Sommer vielleicht zu selten, aber alle 2 Wochen sollten schon drin sein. Hier musst du zudem die Einschränkungen beachten. Nicht am Sonntag und auch nicht zwischen 20:00 Uhr und 7:00 Uhr.
– Gartenbeete und Topfpflanzen pflegen. Auch Zimmerpflanzen müssen mal umgepflanzt aber auch gedüngt werden.
– Wege und Terasse/Balkon fegen. Das sieht einfach ordentlicher aus. Ggf. musst du hier auch mal mit dem Hochdruckreiniger ran.
– Hausflur fegen und wischen. Das ist in vielen Mietobjekten Sache der Mieter und muss regelmäßig erledigt werden.
– Schnee schippen und Wege streuen. Auch das kann, auch wenn du zur Miete wohnst, zu deinen Aufgaben zählen. Denke daran, dass du im Zweifelsfall privatrechtlich haftest, wenn jemand vor deinem Haus oder deiner Wohnung hinfällt und sich verletzt, weil du deiner Pflicht nicht nachgekommen bist.

Zusammenfassung

Wenn du regelmäßig dran bleibst und (fast) jeden Tag ein bisschen was machst, ist die Hausarbeit gar nicht so schwer. Quasi nebenbei hast du immer einen gepflegten und aufgeräumten Haushalt. Wenn mal spontan Besuch kommen sollte, kannst du also ganz entspannt sein. Das ist doch ein super Gefühl, oder?

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