Sparschwein mit Geld

Kinder – Geldanlage nach der Geburt

Da ich dieses Jahr zum ersten Mal Vater geworden bin, hat sich für mich auch die Frage gestellt, wie ich am besten etwas Geld zurücklege, um meiner Tochter zu ihrem 18. Geburtstag oder nach dem Abitur oder Studium eine kleine Starthilfe ins selbstständige Leben zu ermöglichen. Es gibt dazu viele verschiedene Möglichkeiten und sicherlich auch genau so viele Vorstellungen und Präferenzen. Die Zeiten extrem niedriger bzw. gar nicht mehr vorhandener Zinsen, machen die Sache nicht einfacher. Ich habe mich also zunächst umgesehen, was es für Produkte gibt, die ich nutzen kann. Das Folgende ist dabei herausgekommen:
– Sparbuch
– Tagesgeldkonto
– Festgeld
– Bausparvertrag
– Fonds-, ETF-, oder Aktien-Sparpläne

Interessant ist nun vor allem die Frage: Was will ich eigentlich für mein Kind? Ich habe mir Gedanken gemacht, was eigentlich meine Ziele mit dem Vorhaben „Geldanlage für das Kind“ sind. Ich habe meine Eckpunkte zu dem Theme zunächst gesammelt und aufgeschrieben. So konnte ich nichts vergessen. Der wichtigere Part ist aber das Sortieren nach der Wichtigkeit. Das ist hier auch der springende Punkt. Man kann, insbesondere in der aktuellen Zinsphase, leider nicht alles haben. Eher von einer Sache nur ein kleines bisschen. Nichtsdestotrotz sind bei mir die Punkte in folgender Reihenfolge das Ergebnis:
1. Sicherheit – Meine Tochter sollte auf jeden Fall eine bestimmte Summe bekommen und nicht (im schlimmmsten Fall) leer ausgehen.
2. Inflationsausgleich – Das Geld soll am Ende in Kaufkraft nach Möglichkeit nicht weniger wert sein, als zum Zeitpunkt der Anlage.
3. Gewinn – Das Geld sollte am Ende, auch unter Berücksichtigung der Inflation, mehr wert sein, als vorher.

Durch die Kriterien wird das Dilemma nochmal klar: 3. Gewinn und 1. Sicherheit schließen sich quasi aus. Auch mit dem Inflationsausgleich ist es nicht so leicht. Gewinn und Inflationsausgleich sind bei der heutigen Zinslage mit sicheren Anlagevarianten nicht mehr möglich. Die einzige Möglichkeit, um noch in ein Plus zu kommen, sind Fonds-, ETF-, oder Aktien-Sparpläne. Diese sind aber immer mit dem Risiko verbunden, Verluste zu machen. Ich weiß, dass mir an dieser Stelle sicher der ein oder andere widersprechen wird. Über längere Zeiträume erzielt man dabei immer Gewinne und und und… Ich will aber eine Anlage, die ich meiner Tochter zu einem bestimmten Zeitpunkt zur Nutzung mitgeben kann. Wenn zu diesem Zeitpunkt die Kurse gerade im Keller sind und der Betrag weniger ist, kann ich ihr zwar sagen „das wird wieder mehr“, das ist aber nicht das, was ich mir vorgestellt habe. Sie soll das Geld definitiv zu dem Zeitpunkt auch nutzen können – für Führerschein, Auto, Möbel oder was auch immer. Die Sparpläne entfallen also. Ebenso der Bausparvertrag. Das dort angelegte Geld ist nicht mehr frei nutzbar sondern zweckgebunden – und wer baut schon mit Anfang 20?

Bleiben also noch Sparbuch, Festgeld und Tagesgeld. Festgeld ist recht unflexibel, die Zinsen kaum oder gar nicht höher, als beim Tagesgeld und bei steigenden Zinsen wäre das Geld zunächst an den niedrigen Zinssatz vom Abschluss gebunden. Auf der anderen Seite hätte man, wenn die Zinsen noch weitr fallen, wenigstens ein wenig mehr, als das mit Tagesgeld der Fall wäre. Bei Summen im vierstelligen Bereich, über die wir hier reden, ist das aber eher zu vernachlässigen.

Es bleiben noch Sparbuch und Tagesgeldkonto. Da ich selbst schon lange keine Hausbank mehr vor Ort nutze, tendiere ich hier zum Tagesgeld. Die Zinsen sind in der Regel auch noch etwas höher und das Risiko ist gleich. Die Verfügbarkeit ist sogar noch besser und ich kann das Konto bei günstigeren Zinsen schnell wechseln. Mein Fovorit ist also eindeutig das Tagesgeldkonto!
Wenn ihr für eure Kinder also auch etwas Geld zurücklegen wollt, ist das Tagesgeldkonto derzeit wohl die beste der gegebenen ALternativen. Es sind zwar keine Gewinne zu erwarten und ggf. kann das Geld kaufkraftbereinigt am Ende auch etwas weniger wert sein, safür sorgt die Anlage auf dem Tagesgeldkonto aber dafür, dass auf jeden Fall etwas übrigt ist, wenn das Geld benötigt wird. Zudem sorgt der flexible Zinssatz dafür, dass wenigstens ein bisschen Inflationsausgleich vorhanden ist. Bei besseren Angeboten anderer Anbieter lässt sich das Konto außerdem auch relativ einfach wecheln.

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