Round Table Handschlag

Soziales Engagement – Mein Einsatz mit Round Table

Wir alle leben als Teil unserer Gesellschaft in der Gesellschaft. Auch die sogenannten „Aussteiger“ leben immernoch zu einem kleinen Teil in und von der Gesellschaft. Sie ist das wichtigste Konstrukt für den Menschen, zusammen mit seiner Familie (die ja letztendlich auch ein Teil der Gesellschaft ist). Die Gesellschaft prägt und formt uns. Wir wachsen in ihr auf und werden ein Teil von ihr. Sie sorgt für Sicherheit, Versorgung (man denke nur an Strom, Gas, Lebensmittel, usw.) und Bildung. Sie ermöglicht es uns, auf eigenen Füßen zu stehen und für uns selbst (als Teil der Gesellschaft) zu sorgen. Wir verdanken ihr viel. Und das sollte auch der Grund sein, weswegen ein jeder ihr nach seinen Möglichkeiten auch etwas zurück geben sollte. Soziales Engagement ist gefragt!

Es gibt unzählige Möglichkeiten, sich sozial zu engagieren. Mir fallen spontan schon einige ein. Freiwillige Feuerwehr, Katastrophenschutz, Tafeln, Rotes Kreuz, Hospize, Pflegeheime, die Liste lässt sich nach Belieben verlängern. Worauf ich aber hinaus will ist, was ich selbst mache und wie ich mich engagiere. Ich bin seit 2012 im Round Table tätigt. Round Table ist ein klassicher Serviceclub in der Tradition der englischen Herrenclubs. Das ist auch heute noch so. Nur Männer werden als Mitglieder aufgenommen. (Für Frauen gibt es allerdings einen Schwesterclub, Ladies Circle, in dem wiederum nur Frauen Mitglieder werden dürfen.) Was Round Table aber vor allem von anderen Serviceclubs unterscheided, ist die Altersgrenze. Mitglieder bei Round Table können nur zwischen 18 und 40 Jahre alt sein. Wer das 40zigste Lebensjahr vollendet, scheidet damit auch aus Round Table aus. Das wurde eingeführt, damit sich die Mitglieder eher in einem gleichen, passenden Alter mit kompatiblen Lebensvorstellungen und -situationen befinden. Im Gegensatz zu vielen anderen Serviceclubs möchte Round Table auch nicht nur durch das Öffnen der Geldbörse Service machen. Es steht viel mehr der Gedanke des „Hands On“ im Vordergrund. Mit dem eigenen Netzwerk, eigenen Fähigkeiten und vor allem der eigenen Zeit soll Service erbracht werden. Das kann auch mal das Schleifen und Streichen von Spielgeräten für einen Kindergarten sein. Speziell an meinem Round Table, dem Round Table 36 Bonn, haben wir jedes Jahr ein besonderes Projekt im Fokus: Den Weihnachtspäckchenkonvoi.
Der Weihnachtspäckchenkonvoi sammelt jedes Jahr zur Weihnachtszeit von Kindern für Kinder gepackte Päckchen und bringt diese nach Süd-Ost-Europa – nach Rumänien, Moldawien und in die Ukraine. Die Päckchen werden dabei mit viel Engagement und unter Einsatz von Urlaub von freiwillgen Helfern transportiert und auch an die Kinder verteilt. Das stellt sicher, dass die Päckchen auch wirklich ankommen und dass die Logistikkosten so niedrig wie möglich gehalten werden können. Für einige Kinder ist es sogar das einzige Weihnachtsgeschenk, welches sie überhaupt bekommen. Für uns in Deutschland ist das kaum vorstellbar. Um so wichtiger ist es, dass es den Weihnachtspäckchenkonvoi gibt.
Mich überzeugt am Round Table vor allem das Konzept, dass die Mitglieder alle ähnliche Interessen teilen und sich vor allem in einer ähnlichen Lebenssituation befinden. Das schweißt zusammen. Zudem sind wir mit einem Serviceclubs an keine spezielle Tätigkeit oder einen besonderen Bereich gebunden, in dem wir soziales Engagement betreiben. Das lässt viele Möglichkeiten offen. Wenn ein Projekt gefällt und passt, kann man sich darin auch engagieren. Ein Servicevlub wirkt vielleicht auch etwas elitär. Im Falle von Round Table ist er es aber definitiv nicht. Das sind ganz normale Männer, die sich in ihrem Wunsch, der Gesellschaft etwas zurück zu geben, zusammengefunden haben. Das Ganze bringt neben dem Mehrwert für die Gesellschaft natürlich auch unglaublich viel Mehrwert für die Mitglieder.

Natürlich möchte ich hier niemanden überreden doch unbedingt Mitglied bei Round Table zu werden. Ich möchte aber zeigen, dass soziales Engagement Spaß machen kann und dass es eine tolle Sache ist, der Gesellschaft etwas zurück zu geben. Wer Serviceclubs zu elitär findet, hat unglaublich viele andere Möglichkeiten, sich einzubringen. Wichtig ist nur, dass man aktiv wird, und etwas macht. Also rafft euch auf und gebt der Gesellschaft etwas zurück!

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