Geldfächer

9 Tipps zum besseren Umgang mit Geld

Wer hätte nicht gerne mehr Geld zur Verfügung? Neben der Möglichkeit, die eigenen Einnahmen zu verbessern, hat auch jeder die Möglichkeit, die vorhandenen Einnahmen besser zu verwalten. Ich möchte an dieser Stelle ein paar Tipps geben, was man dazu machen kann.

1. Haushaltsbuch führen

Ja, das ist natürlich ein abgedroschener Tipp. Aber wenn man seine Einnahmen und Ausgaben kennt, kann man sie auch am besten managen. Es wird insbesondere ersichtlich, wo noch Potenzial zum Sparen ist und wo man vielleicht doch etwas zu großzügig mit dem Ausgeben unterwegs ist. Neben der Variante mit Papier und Stift gibt es dazu auch unzählige Excel-Tabellen, Apps oder Programme. Man sollte hier die Variante nehmen, mit der man auch am besten klarkommt und die mit dem geringsten (vertretbaren) Aufwand verbunden ist. Ich persönlich bevorzuge die Variante mit Excel. Kennt man sich etwas aus, kann man die Tabelle perfekt auf seine Bedürfnisse anpassen und die notwendigen Kategorien am eigenen Bedarf dimensionieren. Einfach mal ausprobieren!
PS: Ich führe auch eine Tabelle, in der ich monatlich die Zählerstände für Strom, Gas und Wasser ablese. So kann man schon im Vorfeld erkennen, ob eine Nachzahlung droht und ggf. auch mit einer Anpassung des eigenen Verbrauchs reagieren.

2. Monatliche Sparrate anlegen

Wer dazu neigt, den Restbetrag auf dem Konto zum Monatsende sofort umzusetzen, dem könnte dieser Tipp helfen. Nach dem Geldeingang wird via Dauerauftrag ein fester Betrag vom Konto auf ein Tagesgeldkonto oder ähnliches überwiesen. Somit hat man den Betrag gar nicht erst zur Verfügung und gerät auch nicht in Versuchung. Ja, die Zinsen sind im Moment gering und das Geld verliert auf dem Tagesgeldkonto letztlich sogar an Wert. Dennoch halte ich es für sinnvoll, auf diese Art und Weise eine Art Notgroschen anzusparen. Die bekannte Faustregel sagt, dass man dafür 3 Monatsgehälter (Netto) zurücklegen soll. Kommt man darüber hinaus, kann man sich auch über weitere Anlagemöglichkeiten Gedanken machen.

3. Verträge und Versicherungen überprüfen und ggf. wechseln

Auch das ist ein alter Hut, kann unter Umständen aber tatsächlich einen Unterschied machen. Zwar sind die Einsparungen, die man in der Werbung genannt bekommt, für die meisten eher utopisch. Der Vergleichswert ist oftmals der teuerste mögliche Grundtarif bei einem hohen Verbrauch. So extrem schlechte Tarife haben aber vermutlich nur wenige Leute. Aber sparen kann man oft trotzdem etwas. Am meisten wohl dann, wenn man immer die Boni mitnimmt und seine Verträge regelmäßig wechselt. Das ist zwar aufwändiger, bringt aber auch am meisten. Die Deutschen sind im allgemeinen auch eher wechselunwillig. Im Durchschnitt verweilen sie wesentlich länger in den abgeschlossenen Verträgen, als die reine Mindestlaufzeit. Dadurch versuchen Unternehmen mit guten Startboni zu locken, wodurch sich hier auch das größte Potenzial bietet.
Überprüfen kann man zum Beispiel folgende Verträge:
– Strom
– Wasser
– Gas
– Handy- und Telefon-/Internet-Verträge
– Krankenversicherung (via Zusatzbeitrag)
– Privat-Haftpflicht
– KfZ-Haftpflicht
– Hausratversicherung

Was ich jetzt nicht extra aufgeführt habe, was aber auch Sparpotenzial bietet: Unnötige Verträge kündigen! Unfallversicherungen oder die Vollkaskoversicherung für den 15 Jahre alten Polo sollte man sich in diesem Zusammenhang nochmal genauer ansehen.

4. Girokonto wechseln

In Zeiten von immer weiter steigenden Kontoführungsgebühren sind sie rar geworden, doch es gibt sie noch: Girokonten ohne Kontoführungsgebühren. Das sind zwar in der Regel Onlinebanken, jedoch habe ich bisher noch keinen sinnvollen Grund gefunden, weswegen man unbedingt eine Filialbank bräuchte. Ich wickle alle meine Bankgeschäfte online ab, seit ich 18 bin. In einer Filiale war ich bisher nur bei Einzahlungen oder größeren Überweisungen (was bei einer Onlinebank auch anders geht).

5. Gutscheine und Aktionen nutzen

Jedes Wochenende das gleiche: Prospekte mit Werbung. Viele Leute sind davon genervt und schmeißen die sofort weg. Dabei gibt es auch hier Potenzial zum Geldsparen! Ich schaue jede Woche in die Prospekte und schreibe mir gezielt Dinge auf den Einkaufszettel, die im Angebot sind. Da lassen sich zum Teil gut 30% sparen. Es gibt sogar Dinge, die ich nie kaufe, wenn sie nicht im Angebot sind. Gerade auch, weil sie es in regelmäßigen Abständen immer wieder sind. Cola zum Beispiel. Wer hier etwas im Voraus plant und kauft, kann regelmäßig eine Menge Geld sparen. Auf das Jahr gerechnet kommt da schon was zusammen. Man kann auch Sparen, wenn man gerne mal online Essen bestellt. Die großen Anbieter pizza.de, Lieferando und Lieferheld haben immer wieder Aktionen, bei denen man ein paar Euro bei einer Bestellung sparen kann.

6. Gebraucht kaufen

Es gibt viele Dinge, die man auch super gebraucht, statt neu kaufen kann. Das beste Beispiel ist hier vermutlich das Auto. Der Wertverlust in den ersten Jahren ist enorm, dass der Kauf eines Gebrauchtwagens (finanziell) eigentlich immer lohnt. Aber auch andere Dinge sind gebraucht gut zu bekommen und man spart eine Menge Geld. Das ist bei uns in den letzten Monaten besonders deutlich geworden. Für unsere erste Tochter brauchten wir eine Menge Dinge. Bei vielem konnte man schon vorher absehen, dass man die Sachen nicht lange braucht. Zum Beispiel das Babybay zum Anstellen an das Elternbett. Neu kostet das 150€. Wir haben es gebraucht, allerdings quasi ohne jegliche Gebrauchsspuren über Kleinanzeigen für 40€ kaufen können. Über 70% gespart! Und das Bett braucht man maximal ein Jahr. Aber auch ein Kinderwagen schlägt gerne mal mit 1000€ zu Buche. Gebraucht kann man auch hier gut 40% – 50% sparen. Hier kann man auch fast davon ausgehen, dass man den Wagen nach maximal einem Jahr kaum mehr gebrauchen kann. Warum also so viel für Neuwaren ausgeben, wenn man auch gute Qualität für deutlich weniger Geld bekommen kann?
Aber auch andere Sachen kann man wunderbar gebraucht kaufen. Möbel zum Beispiel. Zugegeben: Bei Sofas oder Matratzen ist bei mir die Grenze erreicht. Aber normale Möbelstücke? Warum nicht? Wir haben für unser altes Schlafzimmer nach dem letzten Umzug noch andere Möbel benötigt. Leider gab es neu keine Möbel aus der Serie mehr zu kaufen. Statt aber alles komplett neu kaufen zu müssen, haben wir uns entschieden, die fehlenden Stücke gebraucht zu kaufen. Im Endeffekt war das wesentlich günstiger.

7. Energie sparen

Klingt einfach und ist es auch. Es gibt eine Unmenge von Punkten, an denen man hier sparen kann:
– Den Monitor oder andere Geräte nicht immer im Standby lassen, sondern richtig ausschalten.
– Das Licht ausschalten, wenn man den Raum verlässt
– Nur nach Bedarf heizen und die Heizung nachts, und wenn man bei der Arbeit ist, runter stellen.
– Die Heizung regelmäßig warten und vor allem reinigen lassen.
– Den Backofen etwas früher ausschalten und die Restwärme nutzen.
– Wasser im Wasserkocher aufkochen und nicht im Topf. Erst anschließend in den Topf geben.
– Leuchtmittel durch Energiespar- oder LED-Leuchtmittel ersetzen.
– Nur möglichst volle Ladungen in der Waschmaschine waschen.
– Bei Spül- und Waschmaschine die Energiespar-Programme nutzen.
– Bei Neuanschaffungen auf Energieeffizienz achten und ggf. auch ein paar Euro extra dafür ausgeben. (Das gilt auch für Fernseher, Laptops und ähnliches.)

8. Wege(kosten) optimieren

Ich versuche seit jeher, unnötige Fahrten zu vermeiden. Den Einkauf erledige ich immer auf dem Weg von der Arbeit nach Hause. Auch das Fitnessstudio steuere ich fast ausschließlich auf dem Heimweg von der Arbeit an. Wenn ich am Abend noch einen privaten Termin in der Stadt habe, in der ich arbeite, fange ich im Büro später an und fahre direkt von dort zum privaten Termin. So spare ich mir die zusätzlichen zwei Fahrten nach Hause und wieder los. Beim Weg zur Arbeit kann man auch noch optimieren, so man denn flexible Arbeitszeiten hat, zu welcher Uhrzeit man fährt. Bei uns im Rheinland ist morgens die Hölle los. Wenn man vor oder nach der Rush Hour fährt, spart man nicht nur Geld, sondern auch viel Zeit.
Kleine Strecken kann man auch gerne mal mit dem Fahrrad erledigen. Das hält zusätzlich auch noch fit. Ich habe neulich das Auto in die Inspektion gebracht und bin von dort aus mit einem Leihfahrrad zur Arbeit gefahren. Solche Angebote werden einem zwar nicht unbedingt aufgezwungen, aber es gibt immer mehr davon. Einfach mal nachfragen.

9. Genutzte Software optimieren

Auch im Bereich Software kann man sparen. Wer es nicht zwingend aus Kompatibilitätsgründen für den Beruf, das Studium oder die Ausbildung braucht, kann statt der weit verbreiteten Office-Produkte von Microsoft auch die freien und vor allem kostenlosten Alternativen Libre Office oder Open Office nutzen. Auch in vielen anderen Bereichen gibt es sehr gute Alternativen zu etablierten proprietären Programmen. Gimp anstelle von Adobe Photoshop. Freie Antivirus-Software, statt teurer, kostenpflichtiger Lösungen.
Man kann auch komplett auf freie Software umsteigen und statt Windows oder MacOS Linux nutzen. Für Einsteiger gibt es hier zahlreiche passende Optionen, die alle ein funktionierendes Betriebssystem liefern, das komplett kostenlos ist und alles bietet, was man im Alltag benötigt. Da die Betriebssyteme von Apple und Microsoft in der Regel zusammen mit den Geräten gekauft wurden, ist das Einsparpotenzial jedoch etwas geringer. Da gibt es nur wenige Ausnahmen, also Geräte, die ohne eine Betriebssytemlizenz ausgeliefert werden.

Leave a Reply

Your email address will not be published. Required fields are marked *

© 2020 herrenhaft | Theme: Storto by CrestaProject WordPress Themes.